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Eine noch recht neue Mischung, entwickelt, um den Gaumen erfahrener Raucher zu befriedigen.
Die Mischung besteht aus verschiedenen braunen und hellen Virginias mit einer Prise Latakia.
Nach der Dampfbehandlung wird noch feiner Turkish und ein Hauch Vanille beigegeben.
Das Urteil der Raucher?
Produktdetails

Aroma

3 / 5

Hersteller

Samuel Gawith

Schnitt

Mixture

Grundtabak

Virginia-Latakia

Raumnote

Vanille

Stärke

3 / 5

3 von 3 Bewertungen

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen


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3 Bewertungen

1. Januar 2026 19:16

Bewertung mit 5 von 5 Sternen

Samuel Gawith‘s Perfection - Rezension

1. Einleitung Perfection gehört zu den charakteristischen englischen Mischungen aus dem Hause Samuel Gawith, einem der ältesten Tabakproduzenten Englands. Der Blend soll auf den Wunsch Sir Alec Guinness‘ zurückgehen, der eine klassische englische Mischung wünschte, jedoch mit einem Hauch Vanille, um der kräftigen Rauchigkeit des Latakia eine sanfte Rundung zu verleihen. So entstand eine Mixtur, die zwischen Tradition und feiner Veredelung vermittelt – ohne jede Neigung zum modernen Aromaten. Ich ordne deshalb den Tabak nicht als Aromaten ein. 2. Optik & Schnitt Die Mischung zeigt sich als klassischer Ribbon Cut mit mittelbraunen Virginias, dunklen Latakia-Fasern und helleren, olivbraunen Orientstreifen. Die Struktur ist locker, gut feucht und typisch für Gawiths handwerkliche Fertigung. Die Farbpalette reicht von goldgelb bis schwarzbraun – ein visuelles Sinnbild für die Balance zwischen Helligkeit und Tiefe, die auch, das sei vorweg genommen, geschmacklich prägt. 3. Kaltaroma Der Duft ist vielschichtig: süßlich-grasige Virginias, rauchig-harziger Latakia, dazu ein kaum wahrnehmbarer Hauch Vanille, kaum als Aroma, eher als sanfter Hintergrundklang. Der Orient ist olfaktorisch zurückhaltend, verleiht aber im Verbund eine feine Spannung. 4. Rauchverlauf Anfang Beim Anzünden entfaltet sich zunächst die rauchig-würzige Komponente des Latakia, getragen von einer cremig-milden Virginiasüße. Typischer Ersteindruck eines klassischen Engländers. Mitte Es öffnet sich das Aromenspektrum: leicht säuerliche, fast ätherische Orientnoten treten hervor, während die Vanille das Ganze beinahe unmerklich glättet. Ende Die Mischung gewinnt an Tiefe, der Rauch wird trockener und dunkler, ohne Härte zu entwickeln. Das Vanillearoma ist bestenfalls noch homöopathisch wahrnehmbar. 5. Abbrand & Technik Nach kurzem Antrocknen brennt Perfection gleichmäßig und problemlos ab. Die Mischung zeigt keinerlei Neigung zum gefürchteten Zungenbiß, bleibt stabil und angenehm temperiert. Das Rauchverhalten ist – typisch für Gawith – solide und verläßlich, sofern man die Feuchtigkeit vor dem Stopfen etwas reduziert. 6. Raumnote Die Raumnote ist typisch englisch, doch eine Spur milder und freundlicher als bei vielen klassischen Latakia-Mischungen. Rauchige Holztöne verbinden sich mit einer kaum wahrnehmbaren Vanillesüße – dezent, kultiviert und von unaufdringlicher Präsenz. 7. Vergleich & Einordnung Im Kanon klassischer englischer Mischungen steht Perfection m.E. zwischen Dunhill’s Early Morning Pipe und Dunhill’s Standard Mixture, vergleichbar mit dem Squadron Leader aus gleichem Hause: weniger streng als Standard Mixture, weniger floral als Early Morning Pipe. Die dezent eingesetzte Vanille verleiht dem Blend etwas von jener weichen Süße, die man sonst eher von us-amerikanischen Latakia-Blends kennt. Ein naheliegender Vergleich bietet sich mit McClelland’s Frog Morton on the Town: Auch dort begegnet man einer milden englischen Mischung, deren süßlich-weiche Grundstimmung den Latakia in Samt hüllt. Doch während Frog Morton seine Rundheit aus der typischen amerikanischen Verarbeitung der modifizierten Cavendish-Behandlung bezieht, erreicht Perfection denselben Effekt durch die sehr fein dosierte Vanille und den natürlichen Körper der Gawith-Virginias. Frog Morton wirkt etwas geschmeidiger, fast weichgespült; Perfection hingegen bleibt erdiger, kerniger, von klassisch-britischer Strenge. 8. Fazit Samuel Gawith’s Perfection ist eine kultivierte, fein ausbalancierte englische Mischung mittlerer Stärke, deren kleine aromatische Nuance nicht verfälscht, sondern veredelt. Insofern betrachte ich den Tabak nicht als Aromaten. Sie steht für Maß, Zurückhaltung und Harmonie – eine gelungene Verbindung klassischer Blending-Kunst mit diskreter Eleganz. Ideal für den Genießer, der englische Mixturen liebt, jedoch eine sanftere, rundere Interpretation sucht – weniger dramatisch als Dunhill Nightcap, nuancierter als Early Morning Pipe, doch von jener stillen Noblesse, die man früher schlicht „guten Geschmack“ nannte 😉

4. August 2021 12:47

Bewertung mit 5 von 5 Sternen

Feine, leichte Misch

Feine, leichte Mischung - das Vanille-Aroma ist an der Nase kaum wahrzunehmen, wird es doch fast vollständig überlagert von kräftig rauchigem Latakia. Am Gaumen kommt es dann aber doch ein wenig durch, ebenso wie eine ganze leichte Seifigkeit, die man bei Samuel Gawith manchmal hat. Mich stört das nicht. Einer der weniger bekannten Tabake dieses Herstellers und daher meistens erhältlich, wenn Squadron Leader mal wieder ausverkauft ist. Definitiv empfehlenswert.

2. November 2020 14:11

Bewertung mit 5 von 5 Sternen

Ich habe bisher nur

Ich habe bisher nur den "Squadron Leader" von SG geraucht. Der "Perfection" ist trotz und vielleicht sogar wg. seiner leichten Aromatisierung ein sehr angenehm rauchender Tabak. Eine Kombination, die mit dem typisch englischen Rauchgeschmack ohne Genusseinbußen einhergeht. Raucht sich kühl und brennt sauber ab.